Belgien

Von Cadzand (Niederlande) nach Bray-Dunes (Frankreich)


Von der Grenze zur Niederlande bis zur Grenze nach Frankreich, durch Flandern über Brügge.

Dauer 2 Tage Fahrt / 1 Tag Pause
Entfernung gesamt 117 km
Entfernung Durchschnitt pro Tag 59 km
Höhenmeter gesamt 232 m
Höhenmeter Durchschnitt pro Tag 116 m
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Reisebericht

64.Tag - Von Cadzand (Niederlande) nach Brügge - 37 km/63 Hm

Ab nach Belgien! Wir verließen die Niederlande nicht, ohne kurz vor der Grenze einer der vielen Umleitungen folgen zu müssen. Wie schon in den vergangenen Tagen wurde auch hier wieder kräftig gebaut. Der Radweg war gesperrt. In so einem Fall wurde der Radverkehr durch riesige Umleitungsschilder über andere Straßen weitergeleitet. Wirklich unglaublich welcher Aufwand in diesem Land für die Radfahrer getrieben wurde.
Am Morgen kamen wir durch die Stadt Sluis an der belgischen Grenze. Von dort aus radelten wir bis nach Brügge in Belgien. Etwa 15 Kilometer führte die Route LF1 an einem mit Pappeln gesäumten Kanal entlang. Eine wunderschöne Allee wie man sie wohl selten zu Gesicht bekommt. Sehr viele Rennradfahrer in kleinen Gruppen waren uns hier auf dieser asphaltierten Strecke zwischen Sluis und Brügge begegnet.
Brügge selbst war atemberaubend schön und ebenso atemberaubend voll von Touristen. Weil Daniela sich erkältet hatte und sie ziemlich schlapp daher kam, entschlossen wir uns in Brügge einen Campingplatz zu suchen und einen Tag Pause einzulegen.
Belgien hatte uns ziemlich überrascht. Ursprünglich hatten wir geplant maximal eine Tagestour in diesem Land zu verbringen. Umso schöner war es nun die komfortablen Radwege, die schönen Städte und die tolle Landschaft hier in Flandern zu genießen.

65.Tag - Brügge

Zwangspause in Brügge. Die Erkältung von Daniela verlangte nach einer Pause. Brügge war nicht der schlechteste Ort dafür. Außerdem regnete es. Also eh kein Wetter zum fahren.
Der Zeltplatz wimmelte von unterschiedlichen Nationalitäten. Italiener, Schweizer, Niederländer, Spanier, Deutsche, ein Paar aus Litauen und vor allem Briten. Vereinzelt natürlich auch ein paar Belgier.
Später fuhren wir mit dem Bus in die Stadt und setzten fünfzig Euro in Pizza, Pralinen, Nougat und Spanferkel um. Auf einem Stadtplan, den wir am Campingplatz erhalten hatten, war folgender Tipp zu lesen: "Use your bicycle to run over tourists. It’s what we do as well. Kamikaze bicycles are for rent all over town." Zum Glück schienen diesen Tipp nicht allzu viele ernst zu nehmen.

66.Tag - Von Brügge nach Bray-Dunes (Frankreich) - 80 km/169 Hm

Daniela war wieder reisefähig. Sie hatte tapfer japanisches Heilpflanzenöl eingenommen, obwohl sie es doch überhaupt nicht mag.
Wir radelten von Brügge aus wieder an einem Kanal entlang bis Oostende an die Küste. Wie schon auf dem Weg nach Brügge war der Weg auch hier von Bäumen gesäumt. Ab Oostende fuhren wir immer der Küste entlang bis De Panne. Nur bei Westende mussten wir einen kleinen Schlenker von der Küste weg machen, um einen größeren Hafen zu umfahren. Ansonsten führte uns die Strecke längere Zeit über die Uferpromenade. Aufgrund der Nachsaison konnten wir hier gut fahren. In der Hochsaison wäre vermutlich zu viel los gewesen. Das Ganze war nicht gerade schön anzusehen. Es hatte aber was besonderes hier entlang der Küste zu fahren. Links von uns die Hochhäuser die unseren Weg über eine Strecke von etwa zwanzig Kilometern säumten. Rechts von uns rauschte die Brandung der Nordsee. Ein Problem war der Sand, der uns mit den Windböen entgegen wehte. Nach einiger Zeit war alles voll davon. Bewegte Technik und Sand passten einfach nicht zusammen. Kurz hinter der französischen Grenze in Bray-Dunes fanden wir dann ein Plätzchen für unser Zelt.

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